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Seit ein paar Tagen sind wir nun in Miðhúsaskógur. Das Haus, das wir gemietet haben, ist sehr schön, total ruhig gelegen, in einem Wald. Also, was man in Island so Wald nennt. Die Bäume so zwei Meter hoch, dazwischen niedrigere. Es gibt einen isländischen Spruch, der heißt: Wenn Du Dich in Island in einem Wald verläufst, hast Du wohl vergessen, nach dem Pinkeln aufzustehen.
Das Haus hat einen so genannten Hot Pot (die "Kiste" im Hintergrund vor dem Zaun), der mit heißem Wasser aus dem Untergrund auf Temperatur gebracht wird, gern mal so 40 Grad. Diese Energie liefert die Natur hier kostenlos, weshalb viele Ferienhäuser so einen Hot Pot haben. Und aus diesem Grund können sich die Isländer auch leisten, ihre Bürgersteige in Reykjavik zu beheizen, so dass dort im Winter kein Schnee liegen bleibt.Diesen kleinen Freund hier haben wir übrigens auf der Terrasse gefunden, Schmetterlinge und Hummeln gibt es hier auch, und Mücken, aber sie stechen nicht.
Die letzten Tage war es sehr schön und seit Freitag ist auch eine Freundin aus Deutschland mit uns hier, für eine Woche. Wir haben schon eine Reihe Ausflüge gemacht und auch davon wird es natürlich noch Bilder geben.
Für den gesamten Juni haben wir als "Stützpunkt" ein Ferienhaus in Miðhúsaskógur angemietet. Dorthin sind wir nach unserem Campingaufenthalt in Akranes gefahren.
Und haben auf dem Weg dahin was gefunden? Genaaaauuuuu !!!!!!!! Vögel. Wir kannten die Art bis dahin nicht, aber wir haben sie bestimmt, es sind Sanderlinge:
Es sind noch Bilder da -
Der Snæfellsjökull wollte sich nicht in ganzer Pracht zeigen, darum hier ein Bild von ihm mit "Mütze:Ach ja, sagten wir schon oft genug, dass es sehr viele Vögel auf Island gibt? Stand 2013 waren es 388 Arten. Hier mal viele ganz normale nistende Möwen auf Snæfellsnes:
Ich mag ja auch die vielen kleinen Dinge, Farben und Strukturen. Der rote Seetang auf den dunkelgrauen Strandkieseln wollte jedenfalls unbedingt von mir fotografiert werden:
Wir haben die Halbinsel Snæfellsnes nun erst einmal verlassen. Aber sie ist wunderschön, vielfältig, faszinierend. Die Gesteinsformationen, die bizarren Formen, die vielen Farben, Höhlen, die wir noch sehen wollen -
Wir haben ein paar Tage auf der Halbinsel Akranes gezeltet und da war Internet ein echtes Problem -
Hier erst mal auf die Schnelle zwei Bilder vom Zelten, von außen und Blick von innen nach draußen:
Das war nichts für Weicheier. Beim Aufbau Windstärke 5 oder so, in der ersten Nacht null Grad, und beim Abbau Windstärke 7. Aber wir haben es überstanden, wir sind halt von der Küste.Und das schöne an Akranes ist die Aussicht, hier für heute mal ein bisschen Sonnenuntergangs-
Die Halbinsel Snæfellsnes liegt im Westen von Island, südlich der Westfjorde und nördlich der Reykjaneshalbinsel. Sie ist auch sehr spärlich bewohnt, ähnlich wie die Westfjorde, und beherbergt den Snæfellsnes National Park. Hier ist der Berg, der schon durch
Jules Vernes bekannt wurde und das Tor zur Unterwelt in "Reise zum Mittelpunkt der Erde" ist.
Am morgen, nach gemütlichem Ausschlafen, denn das Wetter war es eh nicht wert, dass man früh aufsteht, ging es von Fossatún los. Das Ziel war Ólafsvík, ein Ort mit 1000 Bewohnern, wo wir ein Zimmer in einem Gästehaus gemietet haben.Auf dem Weg dahin gab es zum einen die Eldborg, den Krater eines erloschenen Vulkans der wie eine Seepocke auf dem Rumpf eines Schiffes mitten in der Landschaft zu finden ist, zum anderen war Gerðuberg unser Ziel.
Da es mal wieder regnete und eine Wanderung auf dem Krater auch keine tolle Aussicht gebracht hätte, haben wir das dann gelassen und sind erstmal nur zum Gerðuberg, der mit seinen bizarren Basaltformationen schon ein Highlight im Westen ist:
Weiter ging es dann nach Stykkishólmur, zum einen weil wir noch unser Vorräte auffüllen wollten, zum anderen um den netten Hafen in Beschau zu nehmen. Hier fährt die Fähre in die Westfjorde ab und ich muss sagen, nachdem ich die ganzen Fjorde schon einmal rauf und runter gefahren bin erscheint mir das eine gute Möglichkeit, ein paar Stunden nicht hinter dem Lenkrad zu verbringen.Nachdem wir wieder jede Menge Süßkram gekauft hatten ging es weiter Richtung Ólafsvík. Hier war der Kirkjufell an der Straße, einer der am meisten abgelichteten Berge Islands und auch schon eine Besonderheit.
Weiterging es durch Ólafsvík, wo wir noch nicht zum Gästehaus fuhren, sondern erst einmal die Spitze der Halbinsel umrundeten, um im Visitor Center nach Prospekten zu fragen und ob man die Sönghellir (die Singhöhle) besuchen könnte. Dort angekommen war die Frau offensichtlich so angetan, dass sie mal eine halbwegs richtige Aussprache des Names hörte, dass sie bei einem Tourenveranstalter anrief, um sich für uns nach dem
Zustand der Straße zu erkundigen. Der Zustand war gut und so beschlossen wir, das für den nächsten Tag in Angriff zu nehmen, denn diese Höhle soll einen tollen Echoeffekt haben.Wir besuchten dann noch die Vogelfelsen von Hellnar und Arnarstapi, die auch einige interessante Basaltformationen haben, die Jules Verne sich dazu hinreißen ließen, sie als Kathedralen der Natur zu bezeichnen.
Danach war dann auch gut und es ging ab ins Gästehaus Við Hafið, wo wir die Nacht verbrachten.Der neue Tag begann wieder mit Regen und Wind, nicht umsonst hatten wir das mit dem Zelten gelassen, und so fuhren wir voller Tatendrang zur Sönghellir. Dort angekommen stapften wir durch einen mit Schnee bedeckten Hang hinauf -
Danach tingelten wir von Küstenabschnitt zu Küstenabschnitt, belohnt mit grandiosen Aussichten.
Wir sind dann in Hellnar in einem Café eingekehrt um uns mit einem Schokoladenkuchen zu belohnen. Diesen bestellte Tina ganz tapfer auf Isländisch, was zu Begeisterung bei der Bedienung führte, die uns mit extra großen Stücken ausstattete.
Das war dann auch genug an Abenteuern für den Tag und wir beschlossen uns ein nettes Abendbrot zu kochen um den Tag zu beenden.