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Die Westfjorde sind wirklich extrem dünn besiedelt. Wir sind dann einfach mal von Tálknafjörður weiter westwärts ins Nirgendwo gefahren -
Obwohl: ein Stück weiter soll noch ein Flughafen sein, also, ein vermutlich wie üblich ein halbwegs ebenes Stück Erde oder Gras mit ein paar Markierungen. Wir haben aber dann mal im Nichts Halt gemacht und haben gefrühstückt.
Einsam, am Meer ... und es war sehr schön.
Zwei Tage später haben wir gelesen, dass man das Land dort kaufen kann. Inklusive Flughafen, 500 Hektar oder so, für circa 220.000 Euro. Macht circa 4,4 Cent pro Quadratmeter. Vermutlich immer noch zu haben, interessiert?Ich fotografiere auch immer gern Pflanzen. Und auf Island gibt es -
Die Farben schwanken ein wenig, meist sind sie zartgelb, etwas blasser als zitronengelb, manchmal aber auch orange. Hier ein paar gelbe Exemplare vom Picknickplatz.Eine erstaunliche Anpassung an die Verhältnisse an windigen, kalten Orten zeigen Weiden. Da gibt es einige Arten, die kriechen richtig fest am Boden entlang und wachsen so gut wie gar nicht nach oben. So haben sie kein Problem mit Stürmen.
Und da noch warme Bäder an unserem Weg lagen, sind wir natürlich hingefahren. Freibad mit Meerblick am Ende des Reykjafjörður, circa 35 Grad warm und wie immer: ohne Chlor. Einfach schön. Das Bad heißt ganz logisch Reykjafjarðarlaug = Reykjafjordbad.
Vorne links schwimme ich.Das war aber noch nicht alles dort.
30 Meter oder so hangaufwärts ist noch ein heißes Becken, das durch Aufstauung eines Baches zustandegekommen ist, mit Natursteinen als Umrandung. Sehr heiß, vielleicht 45 Grad, und zum Glück nur flach. So kann man es ein Weilchen darin aushalten und es ist toll, so natürlichere Bäder haben eben doch noch mal eine anderen Charme als Betonbecken.
Lustig ist: Den Leuten, die drin waren, kann man ansehen, bis wohin ihnen das Wasser reichte. Genau bis da, wo ihre knallroten Körperbereiche zu normalgetönten Bereichen übergehen.
Unsere Reise ging weiter nach Patreksfjörður. Dabei ging es erneut an vielen schönen Orten der Westfjorde vorbei. So sieht das zum Beispiel aus, wenn man dort unterwegs ist. Die Aussichten sind atemberaubend, die Straßenzustände manchmal auch und wiederholt fühlten wir uns bestätigt, dass wir diese Reise mit einem Geländewagen machen.
Stundenlang könnte ich mir auch Wolken und Lichteffekte am Himmel ansehen, wie hier.
Nach unserer ersten Nacht auf dem Zeltplatz in Patreksfjörður -
Millionen von Vögeln nisten hier. Neben verschiednene Möwenarten viele, viele Tordalke:
Aber einer der Gründe überhaupt, warum wir hingefahren sind, waren die Papageientaucher. Sie sind dort sehr zutraulich, seht Ihr?
Sie nisten weit oben am Felsen, direkt unter der Grasnarbe in Erdhöhlen und -
Und sie haben für uns wunderhübsch posiert, ein bezauberndes Erlebnis bei schönstem Sonnenschein:
Hier noch ein hübscher:
Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir weiter zum Sauðlauksdalsvatn, einem sehr hübschen See, in dem Volker sein Angelglück im Fliegenfischen versuchte. Das Seeufer besteht aus Sanddünen und wir waren die meiste Zeit ganz allein dort, bei prächtigem Sonnenschein und kaum Wind.
Ich hab währenddessen am Seestrand mein Badelaken ausgebreitet, die Füße ins Wasser baumeln lassen und mir die Zeit mit Lesen und anderem vertrieben.
Und Volker war erfolgreich. Dreimal haben Forellen angebissen, aber die ersten beiden waren zu klein. Die dritte landete dann abends in der Pfanne und hat uns sehr gut geschmeckt.
Der Tag war -
Die Westfjorde haben wir gestern verlassen, nachdem wir noch ein paar heiße Quellen test-
Wir sind mit der Fähre von Brjánslækjar in den Westfjorden nach Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes gefahren, da wollten wir ja noch ein zweites mal hin.
Inzwischen ist der meiste Schnee weg, die Berge sehen ganz anders aus als bei unserem ersten Besuch und sind sehr unterschiedlcih, wie man jetzt gut sehen kann. Heute konnten wir endlich auch mal den Gipfel des Snæfellsjökull sehen, der sich sonst fast immer in Wolken versteckt. Auch diese Bilder folgen noch.
Wir zelten also weiter und vorletzte Nacht waren es mal wieder nur zwei Grad. Dicke Schlafsäcke sind hier auch im Juli wichtig.Hier die aktualisierte Karte, der Ihr entnehmen könnte wo wir inzwischen überall waren (nicht genau nachmessen, das ist der ungefähre Verlauf):
Unsere Reise geht weiter, begleitet uns gern virtuell.
Unsere nächste Station war Heydalur, dort waren wir bis gestern. Für mich ist das bisher eindeutig der landschaftlich am schönsten gelegene Campingplatz. In einem Tal, in das man nur fährt, wenn man dort hin will, sonst ist da nichts, ist es wirklich ruhig. Von den Vögeln, die zu jeder Tages-
Das allerbeste an Heydalur ist aber eine natürliche heiße Quelle. Das Becken hat ein paar Meter Durchmesser und ist ca. 39 Grad heiß. War wirklich schön, aaaaber: Dafür mussten wir zuerst durch den Fluss. Weil jetzt -
Die Hotpots mit der schönsten Aussicht liegen wohl sicher in den Westfjorden. Hier wollten wir, nachdem wir ja soviel Kultur in Hvammstangi hatten, uns in die heißen Fluten stürzen und hemmungslos entspannen. Gesagt getan, nach nur einer relativ kurzen Fahrt von Hvammstangi nach Drangsnes fanden wir gleich an der Hauptsraße, wenn man es so nennen mag, den örtlichen öffentlichen Hotpot. Die Einwohner von Drangsnes sind so freundlich, den vorbeikommenden Menschen einen Hotpot direkt am Wasser zur Verfügung zu stellen.Um genau zu sein sind es eigentlich drei kleine, die unterschiedliche Temperaturen haben. Bevor man die Pools entern kann muss man, wie in Island üblich unter die Dusche. Auf der anderen Straßenseite stehen dafür zwei Kabinen zur Verfügung. Also geduscht und rein -
Die Aussicht ist allerdings wirklich klasse -
Danach haben wir uns im wesentlichen noch in unser Zelt geworfen -Der Tag darauf war gekennzeichnet durch Huckel, Schlaglöcher, Nebel und noch mehr schlechte Westfjordstraßen. Wir sind früh los, da die Fahrerei schon einige Stunden erfordern würde.
Nach etwa zwei Stunden Gerüttel und spannenden Ausblicken erreichten wir die erste Etappe -
Der morbide Charme einer verrottenden Fischfabrik zieht hier jedes Jahr mehr Besucher an. Es gibt dort jeden Sommer Ausstellungen, meist Fotos, und Events.
Hier machten wir Mittagspause, aßen eine nette Suppe und schauten uns die aktuelle Ausstellung an. Wer Spaß an alten Industrieanlagen hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Motive ohne Ende.
Man soll dort auch gut angeln können -Und weil es auch so feucht war -
Die Rückfahrt war war dann wieder lang -